Verfeinerte SPM-Methode spart Geld bei Hallsta Paper Mill
Seit April 2009 hat die Papierfabrik Hallsta in Roslagen (Schweden) zusammen mit SPM Instrument bei einem Projekt erfolgreich zusammengearbeitet, bei dem der Lagerzustand von vier Doppelsiebpressen mit der Messtechnik SPM®HD gemessen wurde.
Innenringschaden bei der Papierfabrik Hallsta
Die Papierfabrik Hallsta arbeitet seit vielen Jahren aktiv mit Condition Monitoring und das Instandhaltungspersonal ist daher bestens mit der Problematik der Zustandsdiagnose bei Maschinen mit niedrigen Drehzahlen vertraut. Langsam laufende Maschinen erzeugen Signale mit niedrigem Energiegehalt. Dies macht es schwierig, diese Signale zu messen und führt oft zu unbefriedigenden Messergebnissen. Starke Signale von anderen Anlagenteilen "überdecken" häufig die schwächeren Signale, die durch einen Lagerschaden verursacht werden.
Als der Papierfabrik Hallsta die Gelegenheit geboten wurde SPM®HD zu testen, wurde dies als eine interessante Möglichkeit zur weiteren Betriebsoptimierung gesehen. Da SPM®HD besonders gut für langsam laufende Anlagen geeignet ist, wurden vier Doppelsiebpressen als passende Objekte für die Testmessungen ausgewählt. Die Doppelsiebpressen laufen mit 10 bis 15 U/min in rauer Umgebung, in der die Lager und andere Maschinenteile hoher Feuchtigkeit und fließendem Wasser ausgesetzt sind. Per Ljungström, verantwortlich für die vorbeugende Instandhaltung in Hallsta: "Wenn die Doppelsiebpressen nicht richtig funktionieren, ist der negative Einfluss auf den Prozess erheblich. Im Laufe der Jahre haben wir eine Reihe von verschiedenen Messverfahren ausprobiert, aber vor SPM®HD hat keine Methode zufriedenstellende Ergebnisse geliefert."
Per Ljungström, vorbeugende Instandhaltung, Papierfabrik Hallsta
SPM®HD ist eine Weiterentwicklung des ursprünglichen SPM® Methode für Stoßimpulsmessung an rotierenden Maschinen. Moderne Digitaltechnik macht SPM®HD extrem empfindlich. Daher kann die Methode auch schwache Signale erfassen und aufbereiten und liefert eine sehr hohe Signalqualität. Um ein vollständiges Bild des Lagerzustands zu erhalten, basiert der Messzyklus auf der Anzahl der Umdrehungen anstatt der Zeit. Dadurch werden die Chancen, dass relevante Signale im Verlauf eines Messzyklus erfasst werden, optimiert. Durch das Anpassen der Abtastfrequenz an die Drehzahl sind die Spektren klar und prägnant, auch wenn die Messzyklen lang sind.
Sehr detaillierte Spektren und Zeitsignale machen diese zu hervorragenden Analysewerkzeugen. Die Signalquelle ist einfach zu identifizieren, da jeder Anlagenteil sein eigenes, deutliches Schadensmuster hat. Die Zeitsignale sind leicht zu interpretieren, wodurch Art und Ausmaß der Schäden einfach zu bestimmen sind.
SPM®HD generiert auch zwei Skalenwerte, HDm und HDc. HDm ist der höchste Wert, der während des Messzyklus gemessen wurde, während HDc ein Maß für den Schmierzustand des Lagers ist. Beide Werte können für die Erstellung der Alarmgrenzen, unabhängig vom Maschinentyp, herangezogen werden. Die automatische Auswertung der Messergebnisse auf einer grün - gelb - roten Skala, liefert einen schnellen Überblick über den Maschinenzustand.
"Unter allen Messtechniken, die wir getestet haben, ist SPM®HD die erste Methode, die einen sich entwickelnden Lagerschaden anzeigen kann. Dank SPM®HD konnten wir Monate im Voraus erkennen, dass sich die Lebensdauer eines bestimmten Lagers seinem Ende nähert. Eine Vorwarnzeit von bis zu sechs Monaten hat uns viel Zeit gegeben, unsere Lagerwechsel zu planen. Wir haben Hunderte von Arbeitsstunden eingespart", sagt Per Ljungström. "Bis heute haben wir sechs Lagerschäden entdeckt. Grob geschätzt haben wir pro Lageraustausch rund 7.000 EUR allein an Arbeitszeit erspart, weil wir in der Lage waren, die notwendigen Reparaturen während geplanter Stillstände durchzuführen, anstatt mit der Maschine bis zu einem Ausfall zu fahren. Darüber hinaus kommt es zu zusätzliche Kosten für Material und Qualitätsverluste, die durch den sich verschlechternden Betriebszustand und durch die Ausfälle entstehen."
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- Lesen Sie die Fallstudie von der Papierfabrik Hallsta
